
Teilhabe und Zugehörigkeit in der postmigrantischen Gesellschaft

Die Landesweite Konferenz 2023 widmete sich dem Thema der Teilhabe von Migrantinnen und Migranten sowie deren Zugehörigkeit in einer Gesellschaft, die einerseits von Vielfalt und Migration und andererseits von Ausgrenzung und Rassismus geprägt ist.
Mit dem steigenden Anteil der migrantischen Bevölkerung wächst auch unser Streben nach stärkerer Sichtbarkeit, Anerkennung und politischer Einflussnahme. Es geht darum, ein inklusives gesellschaftliches Umfeld zu schaffen, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft gleichberechtigt teilhaben können. Herkömmliche Trennlinien zwischen „wir“ und „ihr“ verwaschen durch die Pluralisierung zunehmend, wodurch sich neue Zugehörigkeitsmuster ergeben.
Wie können wir sicherstellen, dass Menschen mit Migrationsbiografie in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens angemessen repräsentiert sind?
Welche Rolle spielen Migrant*innenselbstorganisationen bei der Interessenvertretung und in welcher Form müssen sie sich den neuen Entwicklungen anpassen, um zukunftsfähig zu bleiben?
Alle Interessierten waren herzlich eingeladen, an der Konferenz teilzunehmen, Ideen auszutauschen, Lösungsansätze zu diskutieren und Impulse für eine inklusive und gerechtere Gesellschaft zu setzen.
Die Konferenz bot eine Plattform für Vernetzung, Wissensaustausch und den Aufbau von Kooperationen.
Die Konferenz fand in hybrider Form in der Ada-und-Theodor-Lessing Volkshochschule in Hannover und über zoom statt. Die Teilnahme war sowohl in Präsenz als auch online möglich.

Dr. Mark Terkessidis ist Publizist und Migrationsforscher.
Dr. Anwar Hadeed ist Mitbegründer und Geschäftsführer (seit 2013) von amfn e.V.
Innawa Bouba arbeitet als Moderatorin und Bildungsreferentin zu den Themen dekoloniale Klimagerechtigkeit, Rassismuskritik, Intersektionalität und Jugendbeteiligung.
Ramina Yachkaschi promoviert an der Freien Universität Berlin im Bereich Gender and Diversity und setzt sich seit 10 Jahren mit einem intersektionalen Arbeitsansatz für eine diversitätssensible Gesellschaft ein.
Arian Darat arbeitet hauptamtlich als Referent für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Iranischen Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD), engagiert sich ehrenamtlich als Vorstandssprecher der (post-)migrantischen Jugendorganisation „Ayande“ und gründete die ichbinsichtbar-Initiative mit. Sein Engagement reicht von der Jugendvereinsarbeit bis hin zum Podcasten, Social-Media Aktivismus und der diversitätssensiblen Bildungsarbeit.
Leyla Ercan ist als Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Referentin und Dozierende tätig. Ihre Schwerpunktthemen sind Diversität und Inklusion, Changeprozesse und Kritische Kulturelle Praktiken in Kultureinrichtungen, Menschenrechts- und Demokratiebildung sowie Empowerment für Women of Colour. Zuletzt war sie am Staatstheater Hannover für die Diversitätsentwicklung in Programm, Publikum, Personal zuständig.