Rassismus macht krank

Unser Projekt Rassismus macht krank ist im Januar 2025 gestartet. Ziel des Projekts ist es, Rassismus im Gesundheitswesen abzubauen.

Struktureller Rassismus ist in Niedersachsen tief in die gesellschaftlichen Institutionen eingebettet. Menschen mit Migrationsgeschichte und BIPoC sind täglich von Diskriminierung und Benachteiligungen betroffen, die sich durch alle Lebensbereiche ziehen – von Arbeit und Bildung bis hin zum Gesundheitswesen. Diskriminierende Praktiken, strukturelle Barrieren und unterschwellige Vorurteile beeinflussen das Leben der Betroffenen auf vielfältige Weise. Besonders im Gesundheitswesen erleben Menschen mit Migrationsgeschichte deutliche Benachteiligungen, die ihre gesundheitliche Versorgung und Lebensqualität einschränken. Dies führt nicht nur zu einer Verschlechterung der öffentlichen Gesundheit, sondern auch zu einem sinkenden Vertrauen in deutsche Institutionen.

Um das Problem möglichst umfänglich zu bearbeiten, konzentrieren wir uns vor allem auf die folgenden vier Bereiche:

Empowerment und Stärkung der Communities:
Durch die Organisation von Empowerment-Workshops sollen MSO, Menschen mit Migrationsgeschichte und BIPoC über ihre Rechte und vorhandene Ressourcen informiert werden, um sich gegen Diskriminierung zu wehren und dieses Wissen in ihre Communities zu tragen.

Rassismuskritische Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen:
Sensibilisierung des medizinischen und pflegenden Personals, Analyse von Beschwerdetools und Meldewegen sowie die Entwicklung eines klaren antirassistischen Leitbilds, um die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Migrationsgeschichte zu verbessern.

Förderung von Rassismussensibilität und Perspektivwechsel:
Durchführung von Sensibilisierungsworkshops für Vertreter*innen des Gesundheitswesens, um deren Bewusstsein für Diskriminierung und die Perspektiven von diskriminierten Gruppen zu schärfen.

Vernetzung und Dialog:
Organisation von Fachtagen, um den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen MSO, Gesundheitswesen und weiteren relevanten Akteur*innen zu fördern und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.

 

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit frauenBUNT e.V., der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachen Bremen e.V. sowie lokalen MSO und Vertreter*innen des Gesundheitswesens umgesetzt.

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Projektlaufzeit: 01.01.25 – 31.12.28

Kontakt: robin.marks@amfn.de

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